Ascorbinsäure
  scorbinsäure ist das in der Natur am meisten verbreitete Vitamin.
Alle chlorophyllhaltigen Pflanzen sowie nahezu alle tierischen Organismen sind zur de-novo-Synthese dieser wasserlöslichen Verbindung befähigt. Ausnahmen hierbei sind lediglich Menschen, Menschenaffen und Meer-
schweinchen.
Damit ist Ascorbinsäure für diese Organismen ein essentieller Mikronährstoff.
 
Die wichtigste Quelle sind pflanzliche Nahrungsmittel. Verglichen damit ist der Gehalt tierischer Produkte an Ascorbinsäure gering.
 
Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte der Ascorbinsäure keine Coenzymfunktion zugeschrieben werden. Die Verbindung gehört vielmehr direkt zu den biochemischen Redoxsystemen und ist an zahlreichen Elektronen-
transport-Reaktionen beteiligt.
Hierzu gehören v. a. die Synthese des Kollagen, Noradrenalin und Carnitin, der Abbau von Tyrosin, Cholesterin und anderen Steroiden und Pharmaka.
 
Ascorbinsäure nimmt aber auch Einfluß auf die Mutagenese und Karzinogenese, die Inhibition von Nitrosaminen und auf eine Stärkung des Immunsystems.
 
Weiterhin mindert es die Aufnahme toxischer Schwermetalle bzw. fördert deren Ausscheidung.
 
    Ascorbinsäure
 
Seine antioxidativen Fähigkeiten entfaltet Ascorbinsäure im hydrophilen Milieu. Es ist Bestandteil verschiedenster reduktiv wirkender Enzymkomplexe bzw. an deren Reaktionen unmittelbar beteiligt.
 
Die Schutzwirkungen von Ascorbinsäure beruhen auf seinen Fähigkeiten zur Reaktion mit freien Radikalen, zur Reaktion mit Singulett-Sauerstoff und zur Reaktion mit vielen weiteren oxidierend wirkenden Verbindungen.
 
Zusätzlich hat Ascorbinsäure Einfluß auf den Eisenstoffwechsel indem es die Stabilität von Eisen-bindenden Proteinen erhöht. Damit wirkt es einer erhöhten Freisetzung von Eisen entgegen und kann gleichzeitig das Ausmaß der durch Eisen katalysierten Bildung von Radikalen vermindern.
 
Ascorbinsäure besitzt zusätzlich auch die Fähigkeit mit Hilfe von Elektronenübertragungsreaktionen -Tocopherol und ß-Carotin nach Radikalreaktionen zu regenerieren und trägt damit zur synergistischen Wirkung der drei Mikronährstoffe bei den zellprotektiven Reaktionen mit Radikalen bei.