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Viele Mikroorganismen und Pflanzen synthetisieren das Molekül de novo. Tierische Organismen können jedoch nur die Umwandlung des Riboflavins in seine Coenzymformen Flavinmononukleotid (FMN) und Flavinadenindinukleotid (FAD) durchführen und sind somit auf die Zufuhr dieses essentiellen Mikronährstoffes angewiesen. Riboflavin ist in Form der Flavinnucleotide Bestandteil von mehr als 40 verschiedenen Flavoproteinen, die Redoxvorgänge im Körper erst ermöglichen. Als Bestandteil der o. g. Nukleotide ist es ein essentieller Faktor der mitochondrialen Atmungskette und ein Elektronencarrier zwischen Citratzyklus und Atmungskette. Es spielt damit eine hervorragende Rolle im Bereich der Energie- gewinnung bzw. -konservierung, das Bereitstellen von Bausteinen für |
die Zellmembran und die oxidative Phosphorylierung (Zellatmung). Durch seine Beteiligung an Elektronenübertragungsreaktionen besitzt es außerdem eine Schutz- funktion aufgrund der Stabilisation gegenüber Sauerstoffradikalen. Eine zusätzlich Rolle im anti- oxidativen Defensivsystem der Zelle besitzt Riboflavin durch regula- torische Eigenschaften bezüglich der Aktivität der Glutathion-Reduktase. Reparaturvorgänge nach oxidativen Schädigungen werden durch die Beteiligung an der DNA-Synthese unterstützt. |
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