Ubichinol
  bichinol oder Coenzym Q ist überall in lebenden Systemen verbreitet und obwohl der gesunde menschliche Organismus ausreichende Mengen selbst synthetisieren kann, sind doch auch Mangelsituationen bei verschiedenen Krankheitsbildern beschrieben worden.
 
Die biologische Aktivität des Ubichinols ist die eines mobilen, fettlöslichen Elektronenüberträgers in Membranen und es nimmt eine Schlüsselrolle in den Elektronentransportreaktionen der Atmungskette, d. h. bei dem wichtigsten energieliefernden Prozeß der Zelle ein.
 
Unabhängig davon ist Ubichinol aber auch in der Lage, mit anderen oxidativ wirkenden radikalischen Verbindungen zu reagieren und besitzt damit eine hervorragende antioxidative Wirkung.
 
Die Bedeutung von Ubichinol ergibt sich aus der Fähigkeit zu einer sehr schnellen Neutralisation von Radikalen, die sogar die des
-Tocopherol übertrifft.
Es kann jedoch -Tocopherol als wichtigste antioxidativ wirkende
 
    Ubichinol
 
Verbindung in der Lipidphase in den Schutzreaktionen nur begleitend unterstützen aber nicht vollständig ersetzen, da die antioxidative Gesamtkapazität aufgrund einer zusätzlichen Autoxidation etwas geringer ist.
Auch dies ist wieder einmal ein Beispiel für den Synergismus verschiedener Mikronährstoffe und die Wichtigkeit gleichzeitiger Gaben im Rahmen einer antioxidativen Nahrungssupplementation.
 
Aufgrund seiner Beweglichkeit als Transportmolekül ist Ubichinol außerdem in der Lage überschüssige Elektronen auf andere Systeme im Grenzbereich zwischen lipophilem und hydrophilem Milieu zu übertragen und auf diese Weise aus dem empfindlichen Bereich der biologischen Membranen zu entfernen.